(Training entsprechend den körperlichen Fähigkeiten und Anlagen.)
Geschichtliche Entwicklung
Karate - Do wurde wahrscheinlich in den Shaolin - Klöstern im alten China
entwickelt, um den körperlichen Zustand der Mönche zu verbessern und
um sich gegen Übergriffe verteidigen zu können. Die Kampfkünste
Okinawas, einer Insel zwischen China und Japan, wurden von diesen Lehrern
beeinflusst.
Gichin Funakoshi, der Vater des modernen Karate, entwickelte die Kampfkunst zum
sportlichen Karate und eröffnete das erste Karate - Dojo in Japan.
Es gibt verschiedene Stilrichtungen des Karate: Shotokan, Shito - Ryu , Wado -
Ryu u.v.m.
Karate ist:
- eine Kampfkunst mit philosophischem Hintergrund
- eine Lebenseinstellung
- eine Form der Selbstverteidigung
- bewußtes Körpertraining zur Kräftigung und Schulung des
gesamten Körpers
- ein Weg, den Energiefluss (Ki) zu aktivieren
Philosophischer Hintergrund
"Karate Do - der Weg der leeren (unbewaffneten) Hand"
Do wird als Weg, Lehre oder auch Prinzip übersetzt. Ursprünglich war
damit nur die Ausübung einer handwerklichen oder geistigen Kunstfertigkeit
gemeint. Unter dem Einfluss der verschiedensten Philosophien wandelte sich
seine Bedeutung jedoch zu einem allgemeingültigen Lebensprinzip.
Der Do - Praktizierende versucht das Wesen der Dinge dadurch zu erkennen, dass
er sein eigenes Wollen, sein ICH weitestgehend ausschaltet um dadurch einen
direkten Zugang zum Wesentlichen seiner Übung zu erhalten.
Im Karate - Do ist die Übung eigentlich nach innen gerichtet und zielt auf
die Vervollkommnung der Persönlichkeit.
Karate - Do als Weg zur körperlichen und geistigen Meisterung des Ich.
Auch der Leitspruch der Japan Karate Association beinhaltet ganz deutlich diese
Einstellung:
"Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern
liegt in der Vervollkommnung des eigenen Charakters."
Das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist ist wesentlich im Karate.
Bestandteile des Karate
Traditionelles Karate - Do setzt sich aus drei Elementen zusammen:
Kihon -> grundschulmäßige, exakte Techniken ohne Partner
Kumite -> Freikampf zwischen zwei Partnern
Kata -> stilisierte Form eines Kampfes gegen mehrere imaginäre
Gegner
Erst die Ausgewogenheit von Kihon, Kumite und Kata ermöglicht ein
richtiges Verständnis von Karate. Viele Karatemeister (Sensei) betrachten
dabei Kata als Kernstück des Karate, weil in ihr das eigentliche Wesen
dieser Kampfkunst zum Ausdruck kommt.
Kata ist geeignet die Beherrschung der Technik und besonders die innere Haltung
zu schulen. Durch das Studium der Katas erlangt man Harmonie, Rhythmus, innere
Gelassenheit, Ausgeglichenheit und Ausstrahlung. Aber auch die Konzentrations-
und Koordinationsfähigkeit werden dadurch geschult. Karate - Do
fördert bei regelmäßigem Training körperliches und
geistiges Gleichgewicht und kann so zur Gesundheit beitragen.
Mit dem erlernten und erlebten Wissen steigt das Selbstvertrauen in die eigenen
Fähigkeiten. Innerlich gestärkt verändert sich auch die Haltung
zu bedrohlichen, vielleicht gefährlichen Situationen.
Info / Adressen:
Geschäftsstelle des TVM
Bodenseestr. 49
87700 Memmingen
Tel.: 08331 / 66 68
http://karate.tv-memmingen.de
Trainingszeiten:
Montag / Donnerstag im Wechsel 20:00 bis 21:30 Uhr
Bernhard - Strigel - Gymasium
Turnhalle West
Trainer / Übungsleiter:
Ingrid Buhlheller (1. Dan)
Anmeldung / Info:
Ingrid Buhlheller
Tel.: 08331 / 926160
ingridbuhlheller@yahoo.de